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Tipps zur Verständlichkeit schriftlicher Informationen

Tipps zur Verständlichkeit schriftlicher Informationen

Beschreibung

Schwierigkeiten beim Lesen und Verständnis schriftlicher Information schränken die Gesundheitskompetenz vieler Menschen ein – dies betrifft nicht nur analphabetische Bevölkerungsgruppen.
Die Österreichische Sozialversicherung (SV) hat einen umfangreichen Ratgeber zur Förderung der Gesundheitskompetenz entwickelt, der viele Tipps zur Verbesserung der Verständlichkeit schriftlicher Informationen liefert. Sie finden diese hier auf den Seiten 20-35.

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Anregungen:

  1. Aussagekräftiger Titel 
    1. Bei der Formulierung des Titels soll darauf geachtet werden, dass dieser kurz und prägnant ist und Leserinnen und Lesern die Möglichkeit gibt, schnell zu entscheiden, ob der Artikel für sie relevant ist.
  2. Einfache Wortwahl
    1. Nutzen Sie geläufige und bekannte Wörter und vermeiden Sie Fachbegriffe; sollten diese nicht vermeidbar sein, erklären Sie die Fachbegriffe kurz und prägnant.
  3. Gleiche Wortwahl
    1. Vermeiden Sie die Verwendung von Synonymen und entscheiden Sie sich für einheitliche Begrifflichkeiten
  4. Kurze Wörter
    1. Je länger ein Wort ist, desto schwieriger ist es zu verstehen. Entscheiden Sie sich deshalb, sofern grammatikalisch korrekt, für eine Trennung der Wortbestandteile mit Bindestrich.
  5. Einfache Sätze
    1. Vermeiden Sie Schachtelsätze, indem Sie längere Sätze in mehrere kurze, einfache Sätze aufteilen. Achten Sie außerdem auf einen einfachen Satzbau (Subjekt – Prädikat – Objekt).
  6. Vermeiden Sie Verneinungen
    1. Formulieren Sie positiv und vermeiden Sie Verneinungen in einem Satz.
  7. Aktive Formulierung
    1. Vermeiden Sie einen passiven Satzbau und den Nominalstil. Greifen Sie stattdessen auf einen aktiven Satzbau und Verben zurück.
  8. Persönliches Ansprechen der Leserinnen und Leser
    1. Personalisieren Sie Ihre Gesundheitsinformationen, indem Sie Worte wie „Sie“ und „wir“ anstelle von „man“ und „es“ verwenden.
  9. Strukturieren Sie Gesundheitsinformationen
    1. Gliedern Sie Ihren Text in kurze sinnhafte Abschnitte und fügen Sie (Zwischen-)Überschriften ein
    2. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Kernaussagen und vermeiden Sie Details
    3. Verwenden Sie nach Möglichkeit Aufzählungszeichen
    4. Heben Sie Informationen bspw. mittels Fettdruck hervor
  10. Verwenden Sie verständliche Abbildungen um Ihre Aussagen zu untermalen
    1. Achten Sie hierbei auf Ihre Zielgruppe und wie diese ggf. auch in den Abbildungen repräsentiert werden kann
  11. Zahlenangaben
    1. Verwenden Sie arabische anstelle römischer Zahlen und schreiben Sie diese aus. Bauen Sie Leerzeichen und/oder Bindestriche in die Angabe von Telefonnummern an.
  12. Geschlechtergerechte Sprache
    1. Verwenden Sie möglichst eine neutrale Form oder die weibliche und männliche Form. Vermeiden Sie das Binnen-I um die Lesbarkeit zu gewährleisten.
  13. Weitere Sprachen

Stellen Sie die Informationen nach Möglichkeit in weiteren Sprachen bereit und arbeiten Sie möglichst mit professionellen Übersetzungsdiensten zusammen.


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